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Türkei

Land

Die Türkei (amtlich Türkiye Cumhuriyeti (T.C.), deutsch Republik Türkei) ist eine Republik im vorderasiatischen Anatolien und südosteuropäischen Ostthrakien. Der Einheitsstaat ist seit seiner Gründung im Jahr 1923 als Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches laizistisch und kemalistisch ausgerichtet. Der Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk leitete eine Modernisierung der Türkei durch gesellschaftliche und rechtliche Reformen nach dem Vorbild verschiedener europäischer Nationalstaaten ein. Der türkische Staat ist als parlamentarische Republik organisiert. Geographisch wird das Land meist in sieben Regionen mit abweichendem Klima aufgeteilt. Die Türkei hat gut 86 Millionen Einwohner (2018) zuvor Jahr 2015 noch 78,7 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 783.562 km². Im Ballungsraum von Istanbul lebt knapp ein Fünftel der türkischen Bevölkerung, daneben gibt es weitere Millionenstädte wie die Hauptstadt Ankara, Izmir, Bursa, Adana, Gaziantep, Konya, Antalya und Diyarbakır. Der Grad der Urbanisierung lag 2015 bei gut 73 Prozent. In der Türkei gibt es 16 UNESCO-Welterbestätten und zahlreiche Naturschutzgebiete.

Lage

Die Türkei erstreckt sich geographisch über zwei Kontinente. Anatolien, der asiatische Teil des türkischen Staatsgebiets, nimmt etwa 97 % der Fläche ein. Der europäische Teil im Nordwesten (Ostthrakien) umfasst etwa 3 % der Fläche, in der auch der Hauptteil der Metropole Istanbul liegt. Mit einer Küstenlinie von rund 7.200 km Länge grenzt die Türkei im Westen an das Ägäische Meer, im Süden ans Mittelmeer und im Norden ans Schwarze Meer. Das Marmarameer liegt zwischen dem Ägäischen und dem Schwarzen Meer und ist mit diesen jeweils durch eine Meerenge verbunden: im Westen die etwa 65 Kilometer langen Dardanellen, im Osten der Bosporus. Am Bosporus liegt die Millionen-Metropole Istanbul. Die Landgrenze zu den acht Nachbarländern hat eine Gesamtlänge von 2.648 km. Im Nordwesten grenzt die Türkei an Griechenland (206 km Grenze) und Bulgarien (240 km), im Nordosten an Georgien (252 km), Armenien (268 km), Aserbaidschan (Exklave und autonome Republik Nachitschewan, 9 km), im Osten an den Iran (499 km) und im Süden an den Irak (331 km) und Syrien (822 km). Ebenfalls nicht weit vom türkischen Festland entfernt sind die griechischen Inseln Chios, Kos, Symi und Rhodos. Das verlegte Grab Suleiman Schahs (vorher am Qalʿat Dschaʿbar) in der Nähe der syrischen Stadt Sarrin ist (Stand Mitte 2014) eine offizielle Exklave. Sie wurde als Hoheitsgebiet durch türkische Soldaten bewacht. Im Februar 2015 verlegte ein Kommandotrupp der türkischen Streitkräfte das Grab erneut und schleifte das Grabmal.

Naturschutzgebiete

1,3 % der Fläche der Türkei stehen unter Naturschutz. Dazu gehören zehn Küstenschutzgebiete, 18 Naturschutzgebiete und 41 Nationalparks, wovon zwei von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurden. Die Türkei hat auch Anteile am Grünen Band Europas und der europäische Teil des Landes liegt im Blauen Herz Europas.

Bevölkerung

Seit der Republikgründung im Jahre 1923 wuchs die Bevölkerung der Türkei schnell an. 1927 lebten in der Türkei knapp 14 Millionen Menschen, 2003 waren es knapp 70 Millionen, 2014 waren es 77,7 Millionen. Die Türkei ist gleichzeitig ein Auswanderungs- und Einwanderungsland. Auf der anderen Seite kamen aus dem Balkan, Griechenland, dem Nahen Osten, dem Iran, Zentralasien und der Krim nach dem Fall des eisernen Vorhanges Auswanderer in die Republik. 2009 wählten etwa 4.600 Deutsche die Türkei als neue Wahlheimat, von insgesamt rund 155.000 deutschen Auswanderern. Neben dem Klima und schönen Landschaften gelten vor allem die günstigen Lebenshaltungskosten sowie relativ geringe bürokratische Hürden als einwanderungsfördernde Faktoren.

Badestrände und Landschaften

Insgesamt sind 235 (Stand 2007) Strände in der Türkei mit der blauen Flagge ausgezeichnet, die jedes Jahr an Strände und Marinas vergeben wird, an denen in der vorangegangenen Saison ein konstant hoher Standard hinsichtlich der Badewasserqualität eingehalten wurde. Die Südküste zwischen Antalya im Westen und dem Kap Anamur im Osten der Türkei, auch als Türkische Riviera bekannt, ist eines der touristischen Zentren des Landes. Neben Antalya ist Alanya die wichtigste Stadt. Daneben ist für Badeurlauber auch die südliche Ägäisküste sehr beliebt. Ein weiterer sehr beliebter Badeort ist Bodrum. Neben dem ausschweifenden Nachtleben ist Bodrum für seine mittelalterliche Kreuzritterburg (Bodrum Kalesi) bekannt. Fethiye ist für seine Buchten, Inseln und Strände bekannt. In der Nähe befindet sich Myra, wo sich neben lykischen Felsengräber auch die Kirche des Nikolaus befindet.

Hauptstadt Ankara

Hochschulen

Die Türkei hat 172 Universitäten, darunter 69 staatlich anerkannte private Stiftungsuniversitäten, vier Militärakademien und eine Polizeiakademie. An den Universitäten des Landes studieren 3,6 Mio. Studenten und damit 33 % aller Schulabgänger eines Jahrganges. Diese werden von 111.495, Lehrkräften unterrichtet und betreut. Kontrolliert werden die Hochschulen durch den türkischen Hochschulrat (YÖK), dem seit 6. November 1981 alle Hochschulen unterstellt sind. 2007 studierten 2.294.707 Studenten an staatlichen Universitäten und 124.507 Studenten an privaten Universitäten. Die Quote der Hochschulabsolventen liegt bei 12,8 Prozent. Eine Deutsch-Türkische Universität in Istanbul wurde gegründet und nahm zum Wintersemester 2013/14 den Lehrbetrieb auf.

Die Soziale Lage in der Türkei

Der Staat stellt für alle Bürger eine medizinische Grundversorgung zur Verfügung. Im Jahre 2007 kamen auf 1000 Einwohner 1,23 Ärzte. Die Lebenserwartung beträgt in der Türkei bei den Männern 70,18 Jahre und bei den Frauen 75,18 Jahre. In der Rangliste gemäß dem Wohlstandsindikator Index der menschlichen Entwicklung lag die Türkei 2014 auf Platz 72 von 188 bewerteten Staaten und fällt damit in die Gruppe der Staaten „hoher menschlicher Entwicklung“ gegenüber 2009 hat sich das Land damit um 16 Positionen verbessert.

Menschenrechte

Die Regelung, dass formell alle Bürger ungeachtet der Sprache, Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung vor dem Gesetz gleich sind, wurde vom ersten Staatspräsidenten Mustafa Kemal Atatürk in der Verfassung von 1924 eingeführt. Die aktuelle Türkische Verfassung von 1982 garantiert den türkischen Bürgern demnach eine weite Palette an Grundrechten und individuellen Freiheitsrechten.

Frauenrechte

Im Zuge des kemalistischen Modernisierungsprojekts versuchte der Staat seit 1923 die Gleichstellung von Frauen mit Männern durch Reformen durchzusetzen. Seit 1930 dürfen Frauen in der Türkei wählen und seit 1934 können sie sich auch zur Wahl stellen. Die formalen Rechte reichten jedoch nicht aus, um die Situation der Frauen in der Gesellschaft durchgreifend zu verändern und ihre Benachteiligung zu beseitigen. Nach dem Militärputsch von 1980 entwickelte sich eine neue feministische Bewegung in der Türkei, die sich in verschiedene Gruppen von den „radikalen Feministinnen“ bis zu „muslimischen Feministinnen“ auffächerte, und die in 1990er Jahren gegenüber der autoritären Staatstradition skeptisch blieb. Ab 2000 änderte sich das Verhältnis zwischen feministischer Bewegung und institutionalisierter Politik. Erst 2004 wurde durch das Parlament ein Gesetz beschlossen, das sogenannte „Ehrenmorde“ an Mädchen und Frauen wie vorsätzlichen Mord mit lebenslanger Haftstrafe ahndet. Davor wurden bei solchen Morden unter dem Motiv der Familienehre vor den Gerichten mit Erfolg mildernde Umstände geltend gemacht. Diese mildernden Umstände wurden mit dieser Strafrechtsreform nichtig.

Internationale Organisationen

Die Türkei ist seit 1952 Mitglied der NATO und seit 1963 assoziiertes Mitglied in den Vorläuferorganisationen der EU und strebt seit über vier Jahrzehnten Verhandlungen über eine Vollmitgliedschaft zuerst in der EWG, später der EG und zuletzt in der Europäischen Union an. Am 16. / 17. Dezember 2004 beschloss der Europäische Rat die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zum 3. Oktober 2005. Zuvor hatten dies sowohl die Europäische Kommission als auch das Europäische Parlament befürwortet. Obwohl die Verhandlungen pünktlich begonnen hatten, streben Beitrittsgegner weiterhin eine Privilegierte Partnerschaft an. Diese wird jedoch von türkischer Seite und den meisten EU-Mitgliedstaaten abgelehnt.

1. Die Türkei ist Mitglied beim IWF

2. Die Türkei ist Mitglied der G20 (Seit dem Jahr 1999 Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie und Schwellenländer G20, 1999).

3. Die Türkei ist Mitglied bei der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE, 1973).

4. Türkei ist Mitglied bei der UNO (Vereinten Nationen mit Sonderorganisationen UNO, 1945).

DANEBEN IST DIE TÜRKEI MITGLIED FOLGENDER INTERNATIONALER ORGANISATIONEN

• Vereinte Nationen mit Sonderorganisationen (UNO, 1945)
• Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD, 1948)
• Europarat (1949)
• EG-Assoziierungs-Abkommen (1963)
• Organisation der Islamischen Konferenz (OIC, 1969)
• Europäische Bank für Wiederaufbau- und Entwicklungshilfe (EBRD, 1990)
• Zentralasien-Gipfel der Türkischen Republiken (OATCT, 1992)
• Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation (BSEC, 1992)
• Internationaler Währungsfonds (IWF)
• Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSCE, 1973)
• Europäische Zollunion mit der EU (1996)
• Gruppe der acht Entwicklungsländer (1997)
• G-20
• EU-Beitrittskandidat (seit 3. Oktober 2005)
• Eurasien-Sondereinheit mit militärischem Status (TAKM, 2013)
• Türkisches Konzil (2009)
• Europäische Organisation für Kernforschung CERN (Assoziiertes Mitglied seit 2014)
• Allianz der Zivilisatione

Straßenverkehr

Das Straßennetz der Türkei weist insgesamt eine Länge von 413.724 km. auf. Davon sind 62.000 km Landstraßen, 350.000 km sog. Dorfstraßen und 2.036 km Autobahn. Das Autobahnnetz soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Die bedeutendste Autobahnstrecke ist die von Istanbul nach Ankara (O-4), auch die O-52 von Adana nach Gaziantep ist wichtig für Verkehr und Transport. Weitere Autobahnen existieren um İzmir (O-31 und O-32) und im südlichen Teil des Landes (Mersin, İskenderun, Pozantı). Eine Autobahn von İzmir nach Manisa ist im Bau, die Autobahnen Adana-Ankara und Gaziantep-Şanlıurfa sind ebenfalls im Entstehen. Auf den Straßen werden 89,2 % (Stand 2000) aller inländischen Güter transportiert. Der Anteil des Personenverkehrs ist mit 95 % sogar noch höher. Bei Überlandfahrten sind Reisebusse sehr beliebt. Hier konkurrieren viele Unternehmen um die Gunst der Fahrgäste, daher ist der Service bei den Busgesellschaften sehr gut, so wird bei den Überfahrten den Reisenden Kaffee, Tee, Wasser und Gebäck gereicht. Außerdem kann man während Busfahrten über WLAN im Internet surfen. Die Einnahmen durch Mautgebühren betrugen im Jahre 2005, 231 Millionen YTL und sollten am Ende des Jahres nach staatlichen Schätzungen bei 357 Millionen YTL liegen. Mautpflichtig sind die zwei Brücken über den Bosporus in Istanbul und 6 Autobahnstrecken. Die Brücke der Märtyrer des 15. Juli und die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke benutzten über 136 Millionen Fahrzeuge und die mautpflichtigen Straßen über 120 Millionen Fahrzeuge. Der Nahverkehr wird in den Städten durch öffentliche Busse organisiert. Da aber der öffentliche Nahverkehr ungenügend ausgebaut ist, dominieren Sammeltaxis (Dolmuş). Der türkische Name Dolmuş („voll geworden“) rührt daher, dass diese Taxis nicht zu einer festen Abfahrtszeit losfahren, sondern erst, wenn der Kleinbus hinreichend voll ist. Diese Kleinbusse gehören Privatpersonen und fahren bestimmte Linien ab, ähnlich wie öffentliche Busse. Unterwegs darf jeder Passagier an einem beliebigen Ort ein- oder aussteigen (wie bei einem Taxi). Die Fahrtkosten sind abhängig von der gefahrenen Strecke und werden bar beim Fahrer oder seinem Gehilfen bezahlt. Daneben gibt es reguläre Taxis, die mit einem Taxameter arbeiten.

Schienenverkehr

Orient-Express Istanbul 1900. Hochgeschwindigkeitszug HT65000 der türkischen Staatsbahnen TCDD. Der Schienenverkehr in der Türkei ist seit Jahrzehnten dem Ausbau des Straßennetzes nachgestellt worden. Die Trassierungen des Eisenbahnnetzes stammen teilweise noch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wurden jedoch in letzter Zeit massiv erneuert. Seine Länge beträgt heute rund 10.984 km, davon sind ca. 20 % elektrisch betrieben. Am Gesamtverkehr macht der Anteil der Eisenbahn rund 10 % aus (Stand 1999). Außer auf der Strecke zwischen Istanbul und Ankara verkehren in der Regel nur ein oder zwei Personenzüge täglich. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit liegt oft unter derer des dichten Netzes des öffentlichen Busverkehrs. Jedoch ist der Komfort in den Zügen weit höher. Es gibt nur noch eine Wagenklasse, Pullman genannt. Darüber hinaus werden in den Nachtverbindungen Schlafwagen (Zweibettabteile) oder Liegewagen (Vierbettabteil angeboten. Seit einigen Jahren hat die türkische Regierung die Bedeutung des Schienenverkehrs wieder erfasst und investiert sehr viel in diese Branche. So wurden unter anderem neue Triebwagen angeschafft und die Stationen und Gleise erneuert. Außerdem plant die Regierung Hochgeschwindigkeitszüge selbst herzustellen. Mit der Eröffnung einer Eisenbahnfabrik in Adapazarı und Eskişehir sowie Schwellenfabriken in Sivas, Konya und Afyon wurden Schritte in diese Richtung unternommen. Zwischen Istanbul und Ankara wird eine Hochgeschwindigkeits-Trasse errichtet, deren erster Abschnitt zwischen Esenkent und Eskişehir am 13. März 2009 in Betrieb ging. Ende 2010 wurde eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Konya eröffnet, Ende 2014 eine weitere zwischen İstanbul und Konya. Züge fahren hier mit bis zu 250 km/h. Von Ankara nach Sivas ist ebenfalls eine Hochgeschwindigkeitsstrecke im Bau. Im Rahmen des europäischen Verkehrskonzeptes Wider Europe for Transport soll eine weitere -Hochgeschwindigkeits verbindung bis an die bulgarische Grenze errichtet werden. Die Städte Edirne, Kars, Izmir, Antalya, Trabzon, Diyarbakir und Kayseri sollen über Ankara miteinander verbunden werden. Dafür wird die Hochgeschwindigkeits strecke um 7.000 km- ausgebaut. Die Hochgeschwindigkeitsstrecken werden für 250 km/h ausgelegt. Bis 2023 sollen alle Strecken in Betrieb gehen. Die Kosten für das Megaprojekt beträgt 28-30 Milliarden Dollar. Die chinesische Regierung stellt die nötigen Kredite für das Vorhaben bereit. In Istanbul wird an einer Unterquerung des Bosporus (Marmaray) gearbeitet. Das Projekt umfasst eine Gesamtlänge von 76,3 km. Nach der Fertigstellung werden 440 spezialangefertigte Züge alle 2-10 Minuten unterirdisch den europäischen Teil mit dem asiatischen Teil Istanbuls verbinden. Die Kapazität der Personenbeförderung in eine Richtung (oneway) beträgt 75.000 Passagiere pro Stunde. Ab 2018 sollen die ersten Züge rollen. In Istanbul (U-Bahn Istanbul), Ankara (U-Bahn Ankara), İzmir (Metro İzmir), Adana und Bursa (Stadtbahn Bursa) existieren auch U-Bahnen (türk. Metro). Sie sind sehr beliebt und erreichen 80 km/h. Die Türkische Staatsbahn (TCDD) betreibt entlang ihrer Linien in Ankara, Izmir und Istanbul eine S-Bahn. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist der schienengebundene Personennahverkehr in diesen Städten allerdings unterentwickelt: In Ankara bestehen – bei 4,5 Mio. Einwohnern – zwei (technisch miteinander nicht kompatible) U-Bahn- und eine S-Bahnlinie. In Istanbul bestehen – bei einer zwischen 13 Mio. und 17 Mio. geschätzten Einwohnerzahl – auf der europäischen Seite sechs unterschiedliche, miteinander nicht kompatible schienengebundene Nahverkehrs-Systeme.

Luftverkehr

Die staatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines (Türk Hava Yolları THY) wurde 1933 gegründet und hatte bis in die 1990er ein Monopol in der türkischen Luftfahrt Mittlerweile bieten zahlreiche private Fluggesellschaften (zum Beispiel AtlasGlobal, Fly Air, MNG Air, Onur Air, SunExpress) ihre Dienste an und kommen auf einen Marktanteil von 33 %. Insgesamt verfügt die Türkei über 117 Flughäfen, wovon 15 internationale Flughäfen sind; der bedeutendste Flughafen ist mit 51 Millionen Passagieren (Stand 2013) der Atatürk-Flughafen im europäischen Teil Istanbuls. Auf der asiatischen Seite der Stadt befindet sich der kleinere, 2001 eröffnete moderne Flughafen Sabiha Gökçen. Im europäischen Teil Istanbuls hat der Grösste internationale Flughafen der Welt im Jahr 2018 eröffnet. Für den Tourismus ist der Flughafen Antalya mit fast 17 Millionen Passagieren (Stand 2007) bedeutend. Weitere Flughäfen sind diejenigen von Izmir Adnan Menderes Havalimanı) und Ankara (Esenboğa). Einige nationale Flughäfen wie z. B. Flughafen Denizli Çardak sollen international werden, um die Passagieraufkommen anderer Flughäfen zu entlasten.

Wasserverkehr

Die Bosporus-Fähren verbinden beide Teile İstanbuls Mit einer Küstenlänge von 8.333 km und 156 Häfen ist das Potential des Schiffsverkehrs groß. Die Tonnage der gesamten türkischen Handelsflotte beträgt fast 10.444.163 DWT. Der Handelsflotte gehören 888 Frachter mit über 300 Bruttoregistertonnen an. In Izmir und Istanbul ist der Fährverkehr ein wichtiges Nahverkehrsinstrumen Die Fahrtdauer in Istanbul zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil beträgt je nach Route zwischen 20 und 40 Minuten. In Izmir beträgt die Fahrtdauer zwischen zwei Stadtteilen zwischen 15 und 30 Minuten.

Pipelines

Die erste Ölleitung zum Transport von Rohöl und Ölprodukten wurde 1966 zwischen Batman und Dörtyol (am Golf von İskenderun) in Betrieb genommen. 1977 wurde die wichtige Ölleitung zwischen dem Irak und der Türkei mit einer Gesamtlänge von 981 km (davon liegen 641 km auf türkischem Boden) eingeweiht. Die Leitung wurde wegen des Golfkrieges und des anschließenden Embargos zwischen 1990 und 1997 außer Betrieb gesetzt. Seit 2002 führt eine Erdgasleitung mit dem Namen Blue Stream durch das Schwarze Meer von Noworossijsk nach Samsun und weiter nach Ankara. Die Leitung hat eine jährliche Kapazität von 14 Milliarden Kubikmetern. Die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline liefert Erdöl aus Mittelasien und Kaukasien über die Türkei nach Westeuropa. Die Ölleitung verläuft über Aserbaidschan (Baku), Georgien (Tiflis) und die Türkei (Ceyhan), ist 1760 km lang und hat eine Kapazität von etwa 1 Million Barrel pro Jahr. Die BTC-Pipeline gilt weltweit als eines der teuersten und technisch aufwändigsten Pipeline-Projekte. Seit Mai 2005 fließt über diese Leitung Rohöl zum Mittelmeer. Parallel zur Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline verläuft die Südkaukasus-Pipeline von Baku über Tiflis nach Erzurum. Sie ist 690 kmlang und soll ab Ende 2005 Naturgas vom Kaspischen Meer in das türkische Gastransportsystem pumpen. Die Kapazität ist auf sieben Milliarden Kubikmeter Gas ausgelegt. Zwischen Ceyhan (Türkei) und Haifa (Israel) ist der Med Stream, eine Pipeline für den Transport von Elektrizität, Erdgas, Rohöl und Wasser im Bau.

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